16. November 2011 - 14:15 | Thea

"ForscherInnen sind auch nur Menschen" heißt es auf der heute,
Mittwoch, präsentierten Videoplattform ScienceClip.at. Kurze, prägnante
Videos zeigen "die menschliche Seite" von Forschung und sollen Kinder
und Jugendliche durch Einblick in den Alltag von Wissenschaftern an die
MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik
heranführen. Die Initiative des Österreichischen Verbands für
Elektrotechnik (OVE) will damit das "negative Image" von Technikern
verbessern und dem Nachwuchsmangel im Ingenieurbereich entgegenwirken,
wie es in den Presseunterlagen heißt.
Wachsender Energiebedarf, zunehmende
Überalterung der Bevölkerung und an ihre Grenzen stoßende Mobilität sind
laut OVE-Präsident Gunter Kappacher nur einige der Herausforderungen
unserer Gesellschaft im 21. Jahrhundert. "Nur wenn es uns gelingt,
engagierte und innovative Köpfe in ausreichender Zahl für die Wahl eines
ingenieurwissenschaftlichen Studiums zu begeistern, diese dann best
möglich auszubilden und sie auch in weiterer Folge im Sinne des
lebenslangen Lernens zu begleiten", so Kappacher, "können wir den großen
Herausforderungen der nächsten Jahre und Jahrzehnte erfolgreich
begegnen."
Angstabbau
durch Vernetzung
ScienceClip.at will laut den Initiatoren
Berührungsängste zur "vermeintlich elitären Wissenschaft" abbauen -
nicht nur mit Hilfe von Videos, sondern auch durch den direkten Kontakt
mit Forschern. Unter "Ask a scientist" ruft ScienceClip.at dazu auf,
"brennende Fragen" loszuwerden, die dann an Wissenschafter
weitergeleitet werden. Einige der bereits auf der Webseite gestellten
Fragen muten zwar stark wie komplizierte Hausübungsbeispiele an - aber
wann löst einem Schüler schon ein Ex-Rektor die schwierige
Physik-Aufgabe? Hans Sünkel, ehemaliger Rektor der TU Graz, berechnet da
beispielsweise die Gravitationskraft, mit der der Asteroid 2005YU55
einen Menschen von 50 Kilogramm anziehen würde.
(APA / red, Bild APA/Screenshot/OVE Österreichischer Verband für Elektronik)
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