14. November 2011 - 12:21 | Thea
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (S) will, dass im Parlament
ein eigener Ausschuss für die Behandlung des Bildungsvolksbegehrens
eingerichtet wird. Da es mit dem Unterrichts- und dem
Wissenschaftsausschuss zwei Gremien gebe, die theoretisch in Frage
kämen, würde sie zur Vermeidung von Streitigkeiten empfehlen, einen
eigenen Ausschuss einzurichten, meinte die Parlamentschefin bei einem
Pressefrühstück am 14. November.

Für den Fall, dass man sich auf diese
Vorgangsweise verständigt, wäre auch eine "Erste Lesung" im Nationalrat
zwingend vorgesehen, das heißt, das Begehren würde wohl bereits im
Jänner im Plenum debattiert, sobald das Innenministerium das endgültige
Ergebnis übermittelt hat. Danach müssen innerhalb von einem Monat die
Beratungen im Ausschuss begonnen werden. Nach weiteren vier Monaten hat
das Bildungsvolksbegehren ins Plenum zurückzukehren.
Allerdings bedeutet dies nicht automatisch, dass die
Initiative endbehandelt ist. Sollte Bedarf nach weiteren Beratungen
bestehen, kann das Begehren noch einmal in den Ausschuss zurückgeschickt
werden. Theoretisch könnte der Nationalrat übrigens das Volksbegehren
mit seinen Forderungen einfach beschließen, was angesichts der fehlenden
Mehrheit dafür aber unrealistisch ist.
Überlegungen, dass Volksbegehren ab einer bestimmten
Beteiligung in Volksabstimmungen müden müssten, erteilte Prammer eine
Absage: "Das geht nicht."
(APA/red, Bild APA)
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