11. November 2011 - 11:10 | Thea

Hinter den Erwartungen geblieben ist das "Volksbegehren
Bildungsinitiative". Mit 383.820 Unterschriften und 6,07 Prozent
Stimmbeteiligung reiht es sich auf Platz 17 in das Mittelfeld der
nunmehr 35 Volksbegehren ein. Für den Initiator des Volksbegehrens,
Ex-Vizekanzler Hannes Androsch (S), trotz allem "ein höchst respektables
Ergebnis", an dem die Politik "nicht vorbeikommen" wird. Zumindest die
100.000-er Hürde für die Behandlung im Nationalrat wurde locker erreicht
(siehe auch Top-Thema Bildung).
Ohne signifikante Unterschiede und generell
deutlich unter den Erwartungen gestalten sich die Ergebnisse der
Unterschriftenanzahl für das Bildungsvolksbegehren in den Bundesländern.
Mit Ausnahme von Wien und Burgenland überzeugte das Volksbegehren
jeweils weniger als sechs Prozent der Wahlberechtigten. Während sich im
Burgenland 6,35 Prozent zur Initiative von Ex-SP-Vizekanzler Hannes
Androsch bekannten, ist Wien mit einer Unterstützung von 8,79 Prozent
Spitzenreiter. Tirol bildet mit 3,66 Prozent das Schlusslicht.
Knapp unter sechs Prozent lag die Stimmbeteiligung
inklusive der Unterstützungserklärungen indes in Vorarlberg (5,99
Prozent), Salzburg (5,88 Prozent), Niederösterreich (5,86 Prozent) und
Kärnten (5,82 Prozent). In Oberösterreich folgten 5,57 Prozent der
Stimmberechtigten dem Aufruf "Aufstehen und hingehen", in der Steiermark
waren es in Summe 5,14 Prozent.
Teile Wiens und Salzburgs als Ausreißer
Ein deutlich besseres Abschneiden gelang in einigen
Wiener Bezirken, die mit teils mehr als zehn Prozent Stimmbeteiligung
deutlich mehr Unterstützung aufweisen als die Resultate aus den
Bundesländern. Der Bezirk Innere Stadt sticht mit einer Stimmbeteiligung
von 27,95 Prozent klar hervor, im grün-dominierten Bezirk Neubau
erklärten 18,43 Prozent ihre Unterstützung. Gute Ergebnisse wurden
weiters in der Josefstadt (15,59 Prozent), Wieden (15,35 Prozent) und
Alsergrund (14,65 Prozent) erzielt. Weniger Anklang fand das
Bildungsvolksbegehren in den Arbeiterbezirken: In Simmering gab es nur
4,86 Prozent Unterzeichner, in Favoriten, Floridsdorf und Donaustadt
waren es fünf bis sieben Prozent.
Unter den von den Wahlbehörden veröffentlichten
Landeshauptstadt-Resultaten stach Salzburg-Stadt mit 6,9 Prozent hervor.
Die höchste Beteiligung wies dort eines der teuersten Wohnviertel,
Gneis-Morzg, mit 10,8 Prozent aus. In Eisenstadt gab es zwar ein starkes
Finale - von 290 Eintragungen am Vorabend auf nunmehr mehr als 500 -,
aber auch das brachte nur 5,2 Prozent. In Graz war Androschs
"Bildungsinitiative" mit 6,6 Prozent laut Wahlreferat "eines der
besseren" Plebiszite der vergangenen Jahre.
(APA/red, Grafik APA)
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