9. November 2011 - 16:29 | Thea
LH Platter hat 2004 als Regierungsmitglied Trennung der Unis beschlossen
Unterstützung gibt es seitens der SPÖ für eine Wieder-Zusammenlegung der Medizin-Uni mit der Uni Innsbruck, erklärte die Tiroler SPÖ-Abgeordnete Gisela Wurm am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Wenn aber Landeshauptmann Günther Platter sich heute hinstellt und sagt, die Wieder-Zusammenlegung ist und bleibt sein erklärtes Ziel, aber leider ist das nicht in Landeskompetenz, sondern der Bund ist am Zug, dann muss man LH Platter daran erinnern, dass er 2004 Regierungsmitglied war und diese Trennung mitbeschlossen hat", so Wurm. 2004 wurde die Loslösung der Medizin Uni von Wissenschaftsministerin Gehrer gegen den Willen des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck durchgeführt.
2004 haben sich sowohl die Gesamtuniversität, das Land Tirol, die Stadt Innsbruck, die SPÖ, die Grünen usw. gegen die Lostrennung der Medizin-Uni von der Uni Innsbruck ausgesprochen, da teure Doppelstrukturen zu befürchten waren und die Zusammenarbeit mit anderen Fakultäten und damit wissenschaftliche Höchstleistungen erschwert würden. "Unsere damaligen Einwände und Befürchtungen haben sich bestätigt, deshalb ist eine Rückgängigmachung auch zu befürworten", so Wurm.
Es gehe jetzt um den Universitätsstandort und vor allem um die Medizin in Innsbruck. Eine Zusammenführung der Kompetenzen und Ressourcen ist notwendig, da die Medizin-Uni mit andern Fakultäten stark verwoben ist und Synergien unter gemeinsamem Dach besser genutzt werden können. "Man könnte auch sagen, man sieht ein, dass die Lostrennung ein Fehler war, aber einfach zu verschweigen, dass man selbst die Trennung der Unis damals mitbeschlossen hat, ist 'Chuzpe'", so Wurm.
(Quelle: OTS / SPÖ-Bundesorganisation)
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