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Uni Mozarteum sorgt mit "HerbstTönen" für intensives Hörerlebnis

Bunte Leistungsschau am kommenden Wochenende mit Werken vom Barock bis zur Uraufführung

Mit ihrem Kurzfestival "HerbstTöne" sorgt die Universität Mozarteum Salzburg am kommenden Wochenende für einen kleinen Höhepunkt im musikalischen Herbst der Landeshauptstadt. Vom 11. bis 13. November präsentieren Künstler der Universität eine bunte Vielfalt an Werken von der Barockzeit bis zur Uraufführung. "Wir wollen die Vielfalt und Qualität der Mozarteum-Lehrenden in unterschiedlichsten Programmen und Meisterwerken zum Ausdruck bringen", sagte der künstlerische Leiter der "HerbstTöne", Lukas Hagen, am Montag bei einem Pressegespräch.

Bei fast allen acht Veranstaltungen, die jeweils eine Stunde dauern, treten Künstler in Ensembles auf, die bisher nicht gemeinsam zu hören waren. "Das Publikum soll herausragende Solistinnen und Solisten, die zum Kollegium des Mozarteums gehören, in verschiedenen Formationen kennenlernen", betonte Hagen. Probleme, Mitwirkende für das nach 2007 und 2009 zum dritten Mal stattfindende Festival zu finden, hatte der Musiker keine. Ganz im Gegenteil: "Wir haben mehr Menschen, die beim Festival musizieren wollen, als Auftrittsmöglichkeiten."

Eröffnet wird das Festival mit Alter Musik: Luigi Boccherinis "Stabat Mater" steht dabei ebenso auf dem Programm wie ein Konzert des Instituts für Alte Musik, das mit Werken von Telemann, Händel oder Jean-Marie Leclair dem Publikum die Lebenslust des barocken Zeitalters nahe bringen wird. Unter den Musikern wird auch der neu ans Mozarteum berufene Gambenspezialist Vittorio Ghielmi sein.

Erstmals präsentiert sich die Schauspielabteilung des Mozarteums bei dem Festival. "Oleanna", ein vom amerikanischen Autor David Mamet verfasstes Stück um eine angebliche sexuelle Belästigung zwischen einem Professor und einer Studentin, wurde auf eine Stunde verdichtet. Zu sehen sein werden die Lehrenden am Schauspiel, Amelie Niermeyer, Jörg Lichtenstein, Kai Ohrem sowie Diana Ebert in der Rolle der Studentin.

Ein ungewöhnliches Hörerlebnis verspricht eine Veranstaltung, bei der Thomas Riebl, Professor für Viola, auf einer eigens für ihn gebauten fünfsaitigen Bratsche spielen wird. "Ich habe mir eine Bratsche mit einer zusätzlichen tiefen Saite anfertigen lassen", sagte Riebl. Er sei frustriert gewesen, weil er bei der Arpeggione-Sonate von Schubert immer in die höhere Oktave ausweichen musste. Nun könne er die Sonate im Originalumfang spielen, erzählte der Musiker. Aufgestöbert hat Riebl auch ein Werk von Sergei Tanejew, das erstmals in Österreich auf Originalinstrumenten zu hören sein wird. Und weil er mit seinem neuen Instrument so eine Freude hat, gab Riebl dem Komponisten Rudolf Jungwirth den Auftrag, ihm ein Solowerk zu schreiben. Die "Elegie - Hommage a Gerard Grisey" wird bei den "HerbstTönen" uraufgeführt.

(S E R V I C E: Festival "HerbstTöne" vom 11. bis 13. November, jeweils im Solitär der Universität Mozarteum, Mirabellplatz 1, Gesamtprogramm unter http://www.moz.ac.at, Karten bei Polzer Travel und Ticketcenter, Tel. 0662/8969, mailto:office@polzer.com oder an der Tages- und Abendkasse.)

(APA / red, Bild APA)

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