Studium.at

Bildungsvolksbegehren: LehrerInnen sehen GÖD kritisch, Sympathie für "Gemeinsame Schule"

Schilcher an Neugebauer: Stillstand beenden und Platz machen für Reformen!

Wien am 7.November 2011

Laut einer aktuellen "market"-Umfrage, die Anfang November 2011 im Auftrag des Bildungsvolksbegehrens erstellt wurde, beurteilen die LehrerInnen die Einflussnahme der Gewerkschaft sowohl auf die derzeitige Bildungsdebatte, als auch auf das Image der LehrerInnen eher zurückhaltend: Weniger als 40 Prozent der Befragten glauben, dass die Debatte von der Gewerkschaft eher positiv oder positiv beeinflusst wird. Demgegenüber stehen mehr als die Hälfte, die glauben, dass die Gewerkschaft eher oder sogar alles blockiert. In Sachen Image glaubt nur jeder Fünfte, dass sich der Einfluss der GÖD positiv auswirkt, jeder Dritte glaubt an eine eher negative oder negative Beeinflussung. Überraschend ist auch, dass lediglich 14 Prozent der befragten LehrerInnen das Konzept einer gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen ablehnen. Knapp die Hälfte der LehrerInnen wählt aus den vorgelegten Namensvorschlägen den Begriff "Gemeinsame Schule", "Neue Mittelschule" hatte hingegen nur für 12 Prozent den besten Klang.

Bernd Schilcher, Bildungsexperte und Mitinitiator des Bildungsvolksbegehrens, folgert daraus, dass sich bei den LehrerInnen offenbar ein Meinungswandel abzeichnet - und eine Erneuerung in der Lehrer-Gewerkschaft immer notwendiger wird: "Die Umfrage-Ergebnisse zeigen deutlich, dass eine wachsende Zahl von Lehrerinnen und Lehrern mit der vorherrschenden Reformblockade-Politik von Teilen der Lehrergewerkschaft nicht einverstanden ist", so Schilcher. Die aktiven Lehrerinnen und Lehrer seien bei weitem fortschrittlicher als ihre 'Vertretung'. "Ein Meinungswandel ist deutlich sichtbar. Die LehrerInnen wollen augenscheinlich nicht von Stillstands-Funktionären in Geiselhaft genommen werden", erklärt Schilcher.

Das Image des Berufstandes nimmt durch das Verhalten von Teilen der Gewerkschaft erheblichen Schaden, wie die "market"-Umfrage belegt. "Dem müssen auch die Spitzenfunktionäre in der GÖD, allen voran Fritz Neugebauer, Rechnung tragen. Es wird Zeit, dass sie Platz machen für Reformer und jene, denen das Wohl der Kinder wichtiger ist als Besitzstandwahrung des eigenen Klientels," richtet Schilcher Fritz Neugebauer aus. "Statt anzutreten für eine neue Amtszeit sollten Sie zurücktreten," schließt Schilcher.

(Quelle: Volksbegehren Bildungsinitiative

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

Login | Join | Passwort?