25. Oktober 2011 - 11:41 | Thea
Rum und Wodka rund um die Uhr - mit solchen Versprechen locken
Veranstalter von Maturareisen ihre jugendliche Klientel. Der Verein für
Konsumenteninformation (VKI) will den Alk-Auswüchsen einen Riegel
vorschrieben und zitiert nun nach dem Event-Unternehmen DocLX auch
dessen Konkurrenten Splashline vor Gericht. Verbandsklagen nach dem
Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb sollen der aggressiven
Alkohol-Werbung ein Ende bereiten.
Splashline bietet mit dem Reiseveranstalter TUI
Maturareisen in die Türkei an. Im Prospekt und auf der Homepage wird mit
uneingeschränktem Alkoholkonsum geworben. Zunächst waren die
Konsumentenschützer gegen den Veranstalter DocLX vorgegangen. Nach
dessen Rechtfertigungsversuch, Splashline habe mit der Alkoholwerbung
begonnen, prüfte der VKI den nach eigenen Angaben größten heimischen
Organisator von Maturareisen und brachte am Dienstag auch gegen dieses
Unternehmen Klage auf Unterlassung ein.
Harte Alkoholika für Jugendliche verboten
"Die großen Maturareise-Veranstalter scheinen sich
damit übertrumpfen zu wollen, wer ein Mehr an harten Alkoholika zu
bieten hat", empörte sich Peter Kolba, Leiter des Bereiches Recht im
VKI. Harte Getränke seien "zu Recht in vielen Bundesländern für
Jugendliche verboten. Ebenso wie es für Radio und Fernsehen
Werbebeschränkungen gibt und man damit, so das Schulunterrichtsgesetz,
an Schulen keine Werbung treiben darf". Es gehe nicht darum,
"Jugendliche um ihren Spaß an der Maturareise zu bringen, sondern wir
bekämpfen aggressive Werbemethoden, die vermeintlich vorgeben, was Spaß
zu machen hat", betonte Kolba.
(APA / red, Bild APA)
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