17. August 2011 - 15:53 | DerOnlineTutor
Mehr als die Hälfte sind für Investitionen in Bildung, Familien und Gesundheit
Die Mehrheit der österreichischen Wirtschaftstreibenden, rund 79 Prozent, empfindet die Steuerlast als ungerecht. Das ergab eine von der Jungen Wirtschaft der WKÖ initiierte Market-Umfrage. Demnach sehen zwei Drittel der Befragten die steuerliche Belastung für junge Selbstständige als "zu hoch". Es werde "Leistung bestraft und fördert eher die Hängematte statt Eigeninitiative", kritisierte der Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft, Markus Roth am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.
Um die Steuern zu reduzieren, gebe es genügend Einsparungspotenzial. "Die Reformen des Pensionssystems oder der Verwaltung müssen endlich angegangen werden. In diesem Bereich liegen mehrere Milliarden Euro brach", so Roth. Rund 80 Prozent der jungen Wirtschaftstreibenden fordern eine Steuerreform: Mehr als die Hälfte, rund 63 Prozent, sind auf jeden Fall für eine Senkung der Lohnnebenkosten. 45 Prozent fordern eine Senkung der Einkommenssteuer. Lediglich 19 Prozent finden das aktuelle System als "eher gerecht".
Die Steuermittel wollen die Befragten vor allem im Bereich der Familien (91 Prozent), Bildung (96 Prozent) und Gesundheit (92 Prozent) eingesetzt wissen. Vorstellen kann sich Roth, das unternehmerische Denken im Bildungsbereich zu fördern. So könne beispielsweise schon im Kindergarten der "Umgang mit dem Taschengeld und das Haushalten erlernt werden".
Von insgesamt 120.000 Unternehmern wurden repräsentativ 1.300 Wirtschaftstreibende in der Market-Umfrage im Alter von 18 bis 40 Jahren befragt.(APA/red)
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