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AMS-Studie: Bis 2015 gehen 9.000 Lehrplätze verloren

Demografie und rückläufige Zahl der Lehrbetriebe

In den nächsten vier Jahren sinkt die Zahl der Schulabgänger signifikant, die Zahl der Lehrbetriebe geht ebenfalls zurück. Bis 2015 gehen 9.000 Lehrplätze verloren, berichtet der "Kurier" (Samstag) unter Berufung auf eine im Auftrag des AMS erstellten Studie.

Im Juli schrumpfte die - statistische - Lehrstellenlücke in Österreich gegenüber dem Vorjahr um 845 auf knapp 4.000 Betroffene. Politischer Jubel über eine Entspannung am Lehrstellenmarkt komme aber verfrüht, denn die weitere Entwicklung sei alles andere als rosig, wie eine Studie der Synthesis-Forschung im Auftrag des AMS ergab.

Demnach sinke in den nächsten Jahren die Lehrlingsausbildung in Österreich signifikant. Bis zum Jahr 2015 gehen laut Studie 9.000 Lehrplätze im Land verloren. Zum einen gehe die Zahl der Jugendlichen im erwerbsfähigen Alter deutlich zurück und zum anderen bieten die Betriebe immer weniger Ausbildungsplätze an. Gab es im Vorjahr noch 127.000 Lehrverhältnisse, so werden es laut Synthesis-Prognose 2015 nur noch 118.000 sein, heißt es in dem Bericht.

In der Prognose seien die überbetrieblichen Stellen sowie die Zuwanderung schon berücksichtigt, der Rückgang werde dadurch nicht abgefedert, wird Studienautorin Petra Gregoritsch in der Zeitung zitiert.

Die Kombination aus weniger Jugendlichen und weniger Lehrplätzen führe zu einem steigenden Fachkräftemangel, der die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft gefährde, warnen Experten. Der Wettkampf zwischen Schulen und Betrieben um die 15-Jährigen dürfte in den nächsten Jahren härter werden. (APA/red)

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