1. August 2011 - 15:03 | DerOnlineTutor
Genaue Ausformung eines Eignungsverfahrens müsse erst erarbeitet werden Wien
Kein "Nein", aber auch kein dezidiertes "Ja" kommt aus dem Büro von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) zum von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) forcierten Modell. Klar sei, dass nur die Besten Lehrer werden sollen und es "das beste System" brauche, das auf die Eignung der Bewerber abstellt. Mit den bisherigen Modellen zeigt sich Töchterle allerdings nicht ganz glücklich. "Eignungstests und Aufnahmeverfahren sind grundsätzlich breiter aufzustellen als bisher", heißt es gegenüber der APA aus seinem Büro.
Die Eignungstests müssten möglichst aussagekräftig gestaltet werden. "Hier braucht es eine Systematik mit mehreren Elementen, die begleitend und umfassend wirkt, zugleich aber auch Fairness gegenüber den Studierenden garantiert." Die genaue Ausformung einer solchen Eignungsüberprüfung müsse aber erst erarbeitet werden.
Positives Echo kommt unterdessen vom BZÖ. "Das Beispiel Finnland zeigt, dass solche Eignungstests der richtige Weg sind und der Lehrerberuf dort ein sehr angesehener Beruf ist", so Bildungssprecherin Ursula Haubner in einer Aussendung. Sie forderte SPÖ und ÖVP auf, solche Tests nicht nur anzukündigen, sondern auch umzusetzen. "Bei Rot und Schwarz ist zu befürchten, dass solche sinnvollen Ankündigungen auf die lange Bank geschoben werden."
Der Grüne Bildungssprecher Harald Walser begrüßt Aufnahmeverfahren mit Eignungstests zwar, wirft Schmied aber vor, sich "mit diesem Vorstoß (...) einmal mehr vor der Lösung des derzeit gravierendsten Problems im Schulwesen - dem Lehrermangel" - zu drücken. Er fordert in einer Aussendung ein "Kurzstudium für fachlich qualifizierte QuereinsteigerInnen": "Wir werden diese Lehrkräfte dringend benötigen." (APA/red)
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