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QS World University Ranking: Heimische Unis in Jus und Politik im internationalen Vergleich abgeschlagen

In Soziologie, Statistik, Volkswirtschaftslehre und Accounting aber unter den Top-200

Unter "ferner liefen" rangieren die österreichischen Unis im internationalen Vergleich in den Fächern Rechtswissenschaft und Politikwissenschaft. Beim am Dienstag veröffentlichten "QS World University Ranking" findet sich keine heimische Hochschule unter den 150 (Politikwissenschaften) bzw. 100 (Jus) besten Unis. Dagegen konnte sich die Uni Wien in Soziologie, Statistik und Volkswirtschaftslehre auf den Rängen 101-150 platzieren. Die Technische Universität (TU) Wien schaffte es in Statistik sogar unter die Top-100, die Uni Innsbruck in "Accounting & Finance" (Rechnungs- und Finanzwesen) auf die Plätze 151-200.

QS (Quacquarelli Symonds) bezeichnet sich selbst als weltweit führender Informationsspezialist im Bereich höhere Bildung. Bis 2010 hatte das Unternehmen für das World University Ranking des Times Higher Education-Magazins die Daten ausgewertet. Nach Kritik an den Erhebungsmethoden hatte das Magazin zum Nachrichten- und Datenanbieter Thomson Reuters gewechselt. Seither veröffentlicht QS eigenständige Rankings, seit dem Frühjahr monatlich zu verschiedenen Fächerbündeln. Das aktuelle Ranking stellte QS unter den Oberbegriff "Sozialwissenschaften".

Bewertet wurde die Reputation des Fachs an den jeweiligen Unis durch die akademische Welt und durch Arbeitgeber sowie Zitationsraten wissenschaftlicher Veröffentlichungen. Dabei finden sich die US-Universität Harvard und die beiden britischen Unis Cambridge und Oxford in der Spitzengruppe, die - je nach Fach - noch durch die London School of Economics (LSE), die Universität Stanford und andere ergänzt wird. Auffallend ist, dass bei den von QS herangezogenen Bewertungskriterien keine einzige kontinentaleuropäische Universität die angloamerikanische Universitäts-Phalanx bei den Top-10 durchbrechen konnte.

Dass sich die Bewertung von akademischer Welt und Arbeitgebern oft erheblich unterscheidet, zeigt im Bereich Soziologie etwa die LSE und das Massachusetts Institute of Technology (MIT): von den Arbeitgebern auf die Plätze vier und fünf gereiht, kommt die LSE nach Meinung von Wissenschaftern nur auf Platz zehn, das MIT nur auf Platz 19.

Die Uni Wien erreichte in Soziologie in der Academia 23,3 Punkte (Harvard: 100 Punkte), bei Arbeitgebern 17,5 Punkte (Cambridge: 100) und rangiert damit auf den - nicht extra ausgewiesenen Plätzen 101-150. In Statistik schaffte es die TU Wien mit 24,6 Punkten bei der Einschätzung von Wissenschaftern (Stanford: 100) und 10,1 Punkten bei Arbeitgebern (Harvard: 100) auf die Plätze 51-100, die Uni Wien mit 23,1 (Wissenschafter) bzw. 17,7 (Arbeitgeber) Punkten auf die Plätze 101-150. Grund dürfte vor allem die höhere Zitationsrate der TU (39,4 gegenüber 34,3 bei der Uni Wien) sein.

In Volkswirtschaftslehre wurde die Uni Wien von Kollegen mit 27,2 Punkten und von Arbeitgebern mit 22,1 Punkten (Harvard in beiden mit 100 Punkten Spitzenreiter) bewertet und rangiert damit im Bereich der Plätze 101-150. Die Uni Innsbruck schließlich schaffte es in "Accounting" mit 12,2 Punkten von Kollegen (Harvard: 100) auf die Plätze 151-200, bei den Arbeitgebern gab es aber null Punkte. (APA/red)

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